Ein Mann und eine Frau Essen auf einer Bank und lächeln einer gegenübersitzenden Person zu © Diakonie Stetten - Darius Ramazani

Aalen und Schwäbisch Gmünd: Das Neue wagen

Die Diakonie Stetten baut ein Wohnhaus mitten in Aalen und ein anderes in einem Stadtteil von Schwäbisch Gmünd. Hier sollen Menschen aus dem Wohnheim vom Elisabethenberg ein neues Zuhause bekommen. Im Erdgeschoss gibt es in beiden Häusern eine Seniorenbetreuung und viel Platz für inklusive Begegnungen.

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Die Situation
Herunter vom Berg, hinein in eine neue Normalität, so lässt sich das Dezentralisierungskonzept der Diakonie Stetten im Ostalbkreis zusammenfassen. Das bisherige Wohnheim für Männer und Frauen mit geistigen und körperlichen Behinderungen steht auf dem Elisabethenberg in Lorch-Waldhausen. Das Gebäude ist über 100 Jahre alt und wird aufgegeben. Als Ersatz gibt es zukünftig zwei dezentrale Wohnprojekte mit jeweils 24 Einzelzimmern. Immer sechs Bewohner leben in einer Wohnung zusammen. Mit Unterstützung von hauswirtschaftlichen Assistenzkräften kaufen sie selber ein, kochen und waschen. Supermarkt, Bäckerei, Café, Bushaltestelle, alles ist zu Fuß erreichbar. 

Im Erdgeschoss wird eine innovativ-inklusive Tagesbetreuung für acht Senioren eingerichtet. In beiden Häusern stehen ein Gemeinschaftsraum mit offener Küche sowie eine Terrasse und ein Garten zur Verfügung. Für Gäste und Besucher von außen gibt es einen separaten, ebenerdig zugänglichen Eingang. In Aalen fließt der Kocher ganz idyllisch direkt am Grundstück vorbei.

Die Idee
Die Räume und der Garten sollen sich an beiden Standorten zum geselligen und kulturellen Knotenpunkt entwickeln. Nachbarn, Menschen aus bürgerschaftlichen Gruppen und den Kirchengemeinden, sie alle sind als Besucher bei einzelnen Events oder als Teilnehmer von regelmäßigen gemeinsamen Aktivitäten willkommen. Warum sollen die tagesgestaltenden Musik-, Kunst- und Bewegungsangebote nicht auch von anderen genutzt werden? Die Männer und Frauen aus der Seniorenbetreuung werden ihrerseits an Angeboten außerhalb des Hauses teilnehmen. Darüber hinaus können die Begegnungsräume örtlichen Gruppen, Vereinen und Bürgerinitiativen oder der Volkshochschule zur Verfügung gestellt werden.

Sowohl in Aalen als auch in Schwäbisch Gmünd sind in Zusammenarbeit mit den jeweils benachbarten Seniorenwohnanlagen inklusive Begegnungen rund um den Mittagstisch möglich. Die Nachbarn könnten an manchen Tagen ihre Mahlzeit im Gemeinschaftsraum einnehmen, ein andermal wären die Ruheständler aus dem Wohnprojekt in der Seniorenanlage zu Gast. Auch gemeinsame Back- und Kochgruppen, im Wechsel mal hier mal dort, bieten sich an.

Auf dem Elisabethenberg gibt es jetzt schon Hobbygärtner, die sicher auch in Zukunft Hochbeete anlegen und mit ihren neuen Nachbarn zusammen pflegen wollen. Vielleicht möchten engagierte Menschen aus dem Verein der Gartenfreunde ihr Knowhow einbringen? Der große Heilpflanzengarten im Weleda-Erlebniszentrum in Schwäbisch Gmünd ist nicht nur gut zu Fuß erreichbar, sondern kann auch Anregungen für einen eigenen kleinen Sinnes- und Kräutergarten geben.

Wenige Schritte entfernt vom Wohnprojekt in Schwäbisch Gmünd liegt auch das Christliche Gästezentrum Schönblick. Das breit aufgestellte Erholungs-, Bildungs- und Tagungszentrum mit eigener Musikschule führt mit dem Inklusionsensemble Mehrklang sowie einer jährlich stattfindenden Veeh-Harfen-Freizeit bereits regelmäßig Veranstaltungen für Menschen mit und ohne Behinderung durch. Die neue Nähe und die Räume der Seniorenbetreuung sind optimale Voraussetzungen für gemeinsame Projekte.

Damit die inklusiven Ideen Wirklichkeit werden und sich die Türen öffnen, braucht es frühzeitige und regelmäßige Beteiligung. Die Informationsveranstaltungen, das Fachkonzept Leben Wohnen Regional in leichter Sprache, die Einbeziehung der Wünsche und Ausflüge zu den neuen Standorten sollen die Menschen ermuntern, das Neue zu wagen.

Inspiriert durch eine Infoveranstaltung haben Bewohner aus dem Wohnheim vom Elisabethenberg zum Stift gegriffen und ihr zukünftiges Zuhause gezeichnet:

Informieren können sich Männer und Frauen mit Behinderung sowie ihre Angehörigen auch im Internet.
Beide Projekte werden in einem eigenen Flyer und einem Video in leichter Sprache vorgestellt:


https://leben-wohnen-regional.diakonie-stetten.de/startseite/unsere-wohnprojekte/aalen.html
https://leben-wohnen-regional.diakonie-stetten.de/startseite/unsere-wohnprojekte/schwaebisch-gmuend.html

Die Verantwortlichen

Diakonie Stetten e.V.
Geschäftsbereich Leben Wohnen Regional
www.leben-wohnen-regional.de

Leben in Aalen
Elena Buschbacher
Projektleiterin
Telefon: 07151 940-1078
Elena.buschbacher@diakonie-stetten.de

Leben in Schwäbisch Gmünd
Viola Puhl
Projektleiterin
Telefon: 07151 940-1079
viola.puhl@diakonie-stetten.de